InterKontinental

Verlag für afrikanische und afrodiasporische Literatur

Über den Verlag

Bücher

Butter, Honig, Schwein, Brot

„‘Anemoia‘ bedeutet Nostalgie für eine Zeit, die man nie erlebt hat.“

Am Ankunftstag ihrer Zwillingschwester Kehinde in Lagos tut Taiye das, was sie am besten kann: sie kocht mit Leidenschaft. Die letzten zehn Jahre der Entfremdung und Einsamkeit sind schwer zu überbrücken. Zu tief sitzt das Gefühl der Schuld für jenes Trauma, das Kehinde als Kind erleiden musste und das sie dazu veranlasst hatte, wegzuziehen und jeden Kontakt abzubrechen. Tayie blickt auf Jahre der Rastlosigkeit und oberflächlichen Affären mit anderen Frauen zurück. Doch Kambirinachi, ihrer Mutter geht es nicht gut. Sie glaubt ein Ogbanje zu sein, ein Geist, der seine Familie ins Unglück stürzt. Sie hat die unnatürliche Entscheidung getroffen, am Leben zu bleiben, um ihre menschliche Familie zu lieben, lebt aber in Angst vor den Folgen ihrer Entscheidung. Jetzt müssen sich die drei Frauen einander stellen, sich mit den Wunden der Vergangenheit auseinandersetzen, wenn sie sich versöhnen und vorwärtskommen wollen.

Butter Honig Schwein Brot erzählt die bewegende Geschichte dreier nigerianischer Frauen, Kambirinachi und ihrer Zwillingstöchter, Kehinde und Taiye. über drei Kontinente hinweg. Francesca Ekwuyasi ist mit ihrem Debütroman ein feinfühliges Familienporträt gelungen: über Entscheidungen und deren Folgen, Mutterschaft, über formbare Grenzen zwischen Geist und Verstand, und über die Suche nach einem neuen Zuhause und die Liebe.

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Schlüsselorte

Fiston Mwanza Mujila (Hrsg.)

Fiston Mwanza Mujila ist ein Schriftsteller, ein Kurator, ein Herausgeber, ein Vermittler der Literatur der afrikanischen Diaspora in Europa – und nicht zuletzt ein Leser. Ihn treibt die Neugierde, die Erkenntnissuche und die Lust an Sprachen und Weltvorstellungen der „Anderen“ an.

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Die wahre Geschichte von Ahmed & Zarga

Mohamedou Ould Slahi

Der weise, treue Ahmed macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Kamel Zarga. Die Reise beginnt ganz harmlos, doch Slahis weitreichende Vorstellungskraft verwandelt sie in eine epische Reise durch geografisches und spirituelles Terrain. Dieser unvergessliche Roman ist zugleich mitfühlend und voller Weisheit, und er zeigt auch Slahis scharfsinnigen, respektlosen Witz. Ahmeds Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Sie ist eine großzügige Erinnerung an das Gute und die Liebe, die es in der Welt immer noch gibt, ungeachtet der dunklen Mächte an den Rändern.

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Bevor wir sterben, tanzen wir

Fred Khumalo

Ein meisterhaft geschriebener, monumentaler Beitrag zur Erzählung und Würdigung der Geschichte der afrikanischen Mehrheit in Südafrika.

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Haus aus Stein

Novuyo Rosa Tshuma

Ein faszinierendes Debüt mit einem unwiderstehlich manipulativen Erzähler, das die Geschichte einer Familie mit der Simbabwes verbindet und hinterfragt, welche Rolle historische Narrative für die Identitätsbildung spielen. Klug, spannend, bewegend und hochkomisch.

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Kann das denn Liebe sein?

Stefanie Hirsbrunner (Hrsg.)

"Kann da, wo weiße Vorherrschaft sich lustvoll zum Zwecke der eigenen Unterhaltung wie ein Aasgeier an den Eingeweiden anderer labt, Liebe sein?"

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Die erste Frau

Jennifer Nansubuga Makumbi

Ein scharfsinniger und vielschichtiger Roman über die Suche der Teenagerin Kirabo nach ihrer Mutter, der witzig und klug Kirabos Coming-of-Age mit der Geschichte Ugandas verbindet.

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Zerstreuung

Lauri Kubuitsile

Wie Gewalt, erlittene und ausgeübte, die Seelen zerklüftet und die Liebe zweier Liebender auf immer versehrt: Lauri Kubuitsile zeigt den Genozid an den Herero auf eine erschütternd intime Weise.

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Autor*innen

Portrait von Jennifer Nansubuga Makumbi in schwarz-weiß © Ben Torkington

Jennifer Nansubuga Makumbi

Manchester

Jennifer Nansubuga Makumbi ist Autorin von Romanen und Kurzgeschichten aus Uganda. Sie promovierte an der Universität von Lancaster in Großbritannien. Ihr Debütroman Kintu gewann 2013 bei einem Manusript-Wettbewerb von Kwani? in Kenia und wurde 2014 für den Etisalat-Preis nominiert. Ihre Kurzgeschichte „Let’s Tell This Story Properly” wurde 2014 mit dem Commonwealth Short Story Prize ausgezeichnet und 2019 in ihrem Kurzgeschichtenband Manchester Happened veröffentlicht. Sie wurde 2018 mit dem renommierten Windham-Campbell-Award ausgezeichnet und 2020 vom New African Magazin zu einer der 100 einflussreichsten afrikanischen Persönlichkeiten erklärt. Ihr zweiter Roman Die erste Frau wurde von der Sunday Times, dem Observer, Daily Mail, BBC Culture und dem Irish Independent zum Buch des Jahres gekürt und 2021 mit dem Jhalak-Preis für Werke von POC-Autor*innen in Großbritannien ausgezeichnet. Sie lebt in Manchester und unterrichtet an verschiedenen Universitäten in Großbritannien kreatives Schreiben.

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© Harrikrisna Anenden

Ananda Devi

Ananda Devi, 1957 in Mauritius geboren, machte bereits im Alter von 15 Jahren auf sich aufmerksam, als sie einen Preis bei einem internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb gewann. Im Alter von 19 Jahren veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichtensammlung. In den folgenden fünf Jahrzehnten wurde sie zu einer der wichtigsten literarischen Stimmen des Indischen Ozeans.

Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, in mehrere Sprachen übersetzt und erhielt sowohl von Mauritius als auch von Frankreich den Titel eines Officier des Arts et des Lettres. Im Jahr 2014 wurde sie von der Académie Française mit einem bedeutenden Preis ausgezeichnet. Die Universität von Schlesien, Polen, verlieh ihr den Ehrendoktortitel.

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Niq Mhlongo

Berlin

Niq Mhlongo ist ein in Soweto geborener Romancier, Kurzgeschichtenautor, Reisejournalist, Essayist, Redakteur und Pädagoge, der 1997 an der Wits University mit einem BA in Afrikanischer Literatur und Politikwissenschaft abschloss. Er hat vier Romane geschrieben - Dog Eat Dog (2004), After Tears (2007), Way Back Home (2013) und Paradise in Gaza (2020) - und eine Sammlung von Kurzgeschichten, Affluenza (2016), Soweto, Under the Apricot Tree (2018) und For you, I'd Steal a Goat (2022). Außerdem gab er eine Essaysammlung mit dem Titel Black Tax, Burden or Ubuntu (2019) sowie zwei Kurzgeschichten-Anthologien mit den Titeln Joburg Noir (2020) und Hauntings (2021) heraus.

Sein Roman Dog Eat Dog wurde 2006 mit dem spanischen Literaturpreis Mar de Letras ausgezeichnet. Für sein Werk wurde er in Südafrika mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Herman Charles Bosman Prize oder der K. Sello Duiker Literary Award. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Französisch, Niederländisch, Flämisch, Deutsch, Birmanisch, Spanisch und Italienisch.

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Leila Aboulela

Leila Aboulela ist den deutschen Leser*innen erst kürzlich durch die Veröffentlichung ihrer Erzählungen Anders wo, Daheim (2022) und ihres viel gelesenen Romans Minarett (2020) bekannt geworden. Die sudanesische Autorin wurde in Kairo geboren, wuchs in Khartum auf und zog mit Mitte zwanzig nach Schottland. Sie ist die Autorin von fünf Romanen, Bird Summons (2019), Die Übersetzerin (2001), eins der New York Times 100 Notable Books of the Year, The Kindness of Enemies (2015), Minarett (2020) und Lyrics Alley (2011), ausgezeichnet mit dem Scottish Book Award.

Leila war die erste Gewinnerin des Caine Prize for African Writing, und ihre Kurzgeschichtensammlung Anders Wo, Daheim wurde mit dem Saltire Fiction Book of the Year Award ausgezeichnet. Ihr Werk wurde in fünfzehn Sprachen übersetzt, und sie stand dreimal auf der Longlist für den Orange Prize (jetzt Women's Prize for Fiction). Leilas sechster Roman, River Spirit, ist im März 2023 erschienen.

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© Chris van Houts

Vamba Sherif

Vamba Sherif ist Romanautor, Essayist, Filmkritiker und Redner. Sein Debütroman Land of My Fathers (2016) handelt von der Gründung Liberias als erste afrikanische Republik im Jahr 1822. Vamba Sherifs Werke sind in vielen Sprachen erschienen, darunter Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und das indische Malayalam. Darüber hinaus hat er Essays, Erzählungen, Filmkritiken, Kolumnen und Meinungsbeiträge u. a. in der New York Times, dem deutschen Magazin Kulturaustausch, African Writing, Trouw, Volkskrant, NRC und ZAM-Magazine veröffentlicht. Zusammen mit Ebissé Rouw verfasste er Black: Afro-European literature in the Netherlands and Belgium, eine einzigartige Anthologie über afro-europäische Erfahrungen in den Niederlanden.

Im April 2021 wurden seine Memoiren Unprecedented Love veröffentlicht, in denen er seine Lebensgeschichte in Form von Briefen an seine zehnjährige Tochter Bendu, die Namensvetterin seiner Mutter, erzählt.

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© Jörg Kandziora

Fred Khumalo

Johannesburg

Fred Khumalo entschied bereits als Schüler Autor werden zu wollen und studierte später Journalismus und Kreatives Schreiben an der Universität Witwatersrand in Johannesburg. Er schreibt für verschiedene Magazine in Südafrika, Kanada und Großbritannien, unter anderem für die Sunday Times und das New African Magazine. Auf Englisch und isiZulu kommentiert er südafrikanische Gesellschaftspolitik und Geschichte und greift Themen wie Ethnizität, Identität und Rassismus auf. In seiner aktivistischen Arbeit kämpfte er für freie Meinungsäußerung und Chancengleichheit. Für Bitches‘ Brew (2006) erhielt er den Literaturpreis der Europäischen Union und für #ZuptasMustFall 2017 den Multilingualism Award des Pan South African Language Board. Er ist ehemaliger Nieman Fellow der Universität Harvard in den USA und erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. des Johannesburg Institute for Advanced Study, des Stellenbosch Institute for Advanced Study und der Akademie der Künste in Köln. Seine Autobiographie (Touch My Blood: The Early Years, 2006) wurde von James Ngcobo als erfolgreiche Bühnenproduktion adaptiert. Für Bevor wir sterben tanzen wir gewann er 2019 den Humanities and Social Sciences Award als. Neben seinen Sachbüchern und Romanen ist Fred Khumalo insbesondere renommiert für seine Kurzgeschichten, die in verschiedenen Literaturzeitschriften und Magazinen als Anthologien in Talk of the Town und uManzekhofi nezaKhe (beide 2019) veröffentlicht wurden.

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© Eric Thauvin

Fiston Mwanza Mujila

Graz

Fiston Mwanza Mujila wurde in Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo, geboren und studierte dort Literatur- und Geisteswissenschaften. 2007 verließ Mwanza Mujila den Kongo und lebte danach u.a. in Belgien, Deutschland, Frankreich und blieb, nachdem er 2009 als Stadtschreiber nach Graz eingeladen worden war, in Österreich wo er seither an der Grazer Universität Afrikanische Literatur lehrt. Er schreibt sowohl Romane, Gedichte und Kurzgeschichten als auch für das Theater. Seine Texte werden in Frankreich, Kongo, Deutschland und Österreich inszeniert. Das Theaterstück Zu der Zeit der Königinmutter (2018) wurde im Akademietheater (Wien) und im Deutschen Theater Berlin aufgeführt. Fiston Mwanza Mujilas Debütroman Tram 83 (Ü. Katharina Meyer u. Lena Müller, Zsolnay 2016) wurde weltweit mit zahlreichen Preisen, u.a. mit dem Internationalen Literaturpreis vom Haus der Kulturen der Welt ausgezeichnet.

In seinen Texten reflektiert Fiston Mwanza Mujila das Chaos, die Bürgerkriege, die Jahrzehnte der Diktatur von Mobutu, die seine Heimat seit der Unabhängigkeit von Belgien 1960 präg(t)en. Immer wieder umkreist der Autor die Themen Einsamkeit und Exil.

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Tendai Huchu

Edinburgh

Tendai (T.L.) Huchus Werke sind unter anderem in Lightspeed, Interzone, Analog Science Fiction & Fact, The Year's Best Science Fiction and Fantasy 2021, Ellery Queen Mystery Magazine, Mystery Weekly und The Year's Best Crime and Mystery Stories 2016 erschienen. Er ist Gewinner eines Alex Award (2022), des Children's Africana Book Award (2021), eines Nommo Award for African SFF (2017, 2022) und stand auf der Shortlist für den Caine Prize (2014) und den Grand prix de l'Imaginaire (2019). The Mystery at Dunvegan Castle, der dritte Teil seiner Edinburgh Nights-Serie, erscheint im Sommer 2023. Die ersten beiden Bände Die Bibliothek von Edinburgh und Das Hospital von Edinburgh beide 2022) liegen bereits in deutscher Übersetzung vor.

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Aminata Aidara

Aminata Aidara (*1984) wuchs in Italien auf und lebt heute in Südfrankreich. Sie studierte französische Literatur an der Universität von Turin und an der Sorbonne in Paris. In ihrer Dissertation (2016) beschäftigte sie sich mit den Schriften junger Französ*innen mit Migrationshintergrund aus der Sicht der Literaturanthropologie. Mit ihrem Projekt Exister à bout de plume veröffentlicht und prämiert sie Texte junger Menschen mit Migrationshintergrund.

Seit 2009 veröffentlicht sie selbst Kurzgeschichten in französischer und italienischer Sprache und gewann 2014 den Preis Premio Chiara inediti 2014 für La ragazza dal cuore di carta [Das Mädchen mit dem Papierherz]. Sie moderierte auf TV5Monde eine wöchentliche Literatursendung und arbeitet heute für die Zeitschrift Africultures. Außerdem ist sie Lehrerin für französische Literatur an einem Gymnasium in Südfrankreich.

Je suis quelqu'un (Gallimard, 2018) ist ihr Debütroman.

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© Humberto Brito

Djaimilia Pereira de Almeida

Djaimilia Pereira de Almeida ist unter anderem die Autorin von Esse Cabelo (2015), Luanda, Lisboa, Paraíso. Bisher wurden zwei ihrer Romane Im Auge der Pfanzen (2022) und Seebeben (2023) ins Deutsche übersetzt. Ihr Werk außerdem in Portugal, Brasilien, den USA, Italien, Argentinien und China erhältlich und wird in viele andere Sprachen übersetzt. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Oceanos-Preis, dem Preis der Inês de Castro-Stiftung und dem Preis der Eça de Queiroz-Stiftung. Sie erhielt ein Schreibstipendium des portugiesischen Kulturministeriums und promovierte in Literaturtheorie an der Universität Lissabon. Ihre Arbeiten sind in Zeitschriften und Zeitungen wie la Republica, der New York Times, der Neuen Zürcher Zeitung oder der Revista Serrote erschienen oder werden demnächst veröffentlicht. Im Frühjahr 2022 war sie Writer in Residence am Literaturhaus Zürich.

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Portrait von Lauri Kubuitsile in schwarz-weiß

Lauri Kubuitsile

Mahalapye

Lauri Kubuitsile ist Autorin von mehr als 30 Büchern. Sie wurde mit zahlreichen Preisen, wie dem Goldenen-Baobab-Preis für Kinderliteratur und dem Botswerere-Preis für kreatives Schreiben des Kulturministeriums in Botswana, ausgezeichnet und war 2011 Finalistin des Caine Prize. Ihre Kinderbücher gehören zur Pflichtlektüre in Schulen in Botswana und Südafrika.

Ihr erster historischer Roman Zerstreuung gewann 2017 den Preis für den besten fremdsprachigen Roman der Internationalen Buchmesse in Sharjah in den Vereinten Arabischen Emiraten. Ihr zweiter historischer Roman But Deliver Us from Evil wurde 2019 veröffentlicht und 2020 für den NOMMO Award nominiert. 2020 veröffentlichte sie Revelations, eine Mischung aus Liebesgeschichte und Justizthriller. Beide Romane liegen bisher nicht in deutscher Übersetzung vor.

Sie lebt glücklich mit ihrer Tochter, ihrem Enkelsohn, drei Hunden und zwei Katzen auf dem Land in Botswana.

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© Francesca Mantovani

Hemley Boum

Hemley Boum, Romanautorin, Dichterin und Essayistin, wurde in Kamerun geboren, wo sie Anthropologie studierte, bevor sie in Lille ein internationales Wirtschaftsstudium absolvierte. Boum lebte später in mehreren afrikanischen Ländern, bevor sie sich in Paris niederließ. Sie veröffentlicht Kolumnen in Jeune Afrique, Le Point Afrique und Le Monde Afrique und hat an zahlreichen Sammelbänden in Frankreich, verschiedenen afrikanischen Ländern und den Vereinigten Staaten mitgewirkt. Sie hält regelmäßig Vorträge auf Kolloquien, an Universitäten und auf Literaturfestivals, um über ihre Arbeit und ihr Engagement zu sprechen. Außerdem leitet sie internationale Masterclasses.

Boum kristallisiert in ihren preisgekrönten Romanen Urbanität, Tradition und Geschichte heraus, die im Alltag intimer Beziehungen erfasst werden und die ein Afrika fernab von Pontifikaten von innen heraus sichtbar und denkbar machen.

Zu ihrem vielfach übersetzten Werk gehören bislang Die Tage kommen und gehen (2021, Prix Amadou Kourouma, Finalist des Prix des Cinq Continents 2021), Gesang für die Verlorenen (2018, Grand Prix Littéraire de l'Afrique Noire 2016, Prix du Livre Engagé de la Cène Littéraire 2016), Si D'Aimer (2012, Prix Ivoire du livre francophone 2013) und Le Clan des Femmes (2010).

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© Femke van Zeijl

A. Igoni Barrett

Lagos

A. Igoni Barrett wurde in Nigeria in Port Harcourt geboren und lebt in Lagos. Er Stipendiat am Chinua-Achebe-Zentrum, Norman-Mailer-Zentrum sowie am Bellagio-Zentrum der Rockefeller-Stiftung. Seine Kurzgeschichtensammlung Love Is Power, or Something Like That wurde von NPR in den USA zum besten Buch des Jahres 2013 gekürt und liegt noch nicht in deutscher Übersetzung vor. 2014 wurde er auf der Africa39-Liste von 40 Autor*innen unter 40 gelistet, die das Talent und Potential haben, zukünftige Trends in der afrikanischen Literatur zu setzen. Blackass ist sein Debütroman und wurde von der chinesischen Gesellschaft für internationale Literatur mit dem Preis für die besten Bücher des 21. Jahrhunderts ausgezeichnet.

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Ubah Cristina Ali Farah

Ubah Cristina Ali Farah ist eine somalisch-italienische Dichterin, Roman- und Theaterautorin, Librettistin und Sprecherin. Sie ist die Autorin von drei Romanen, Madre piccola (2007), Il comandante del fiume (2014), Le stazioni della luna (2021). Ihre Werke wurden u.a. in Palermo und Lagos inszeniert. Sie hat einen Doktortitel in Afrikanistik (Università L'Orientale Napoli) und wurde mit dem Lingua Madre- und dem Vittorini-Preis ausgezeichnet. Ubah Cristina hat an Schreibwerkstätten teilgenommen und internationale Stipendien erhalten.

Derzeit arbeitet sie mit der belgischen Künstlerin und Illustratorin Goele Dewanckel an einem serigrafischen Buch, Jujube's hairs, und an der ruandischen Oper The girl whose father saw the future (Rwanda Arts Initiatives 2022).

Sie ist UNDP-Beraterin für ein Projekt über mündliche Geschichtsschreibung zur Friedenskonsolidierung in Somalia.

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Leye Adenle

London

Leye Adenle ist der Autor der preisgekrönten Amaka-Thriller-Reihe - Easy Motion Tourist, When Trouble Sleeps und Unfinished Business (die ab 2024 auch im InterKontinental Verlag erscheinen) sowie des spekulativen Romans The Beautiful Side of the Moon. Seine Kurzgeschichte ‚The Assassination‘ aus der Anthologie Sunshine Noir war Finalist für den CWA Short Story Dagger Award 2017.

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Abdelaziz Baraka Sakin

Abdelaziz Baraka Sakin ist ein sudanesischer Schriftsteller. Er schreibt auf Arabisch und Englisch, seine Werke wurden in viele Sprachen wie Französisch, Englisch, Spanisch, Swahili, Hebräisch, Kurdisch und andere übersetzt. Sakin erhielt zahlreiche Preise, darunter den Al-Tayeb-Salih Award for Creative Writing 2011, den Prix Littérature-Monde étranger 2017, den Prix Les Afriques von La Cene Littéraire 2017 und den Arab Literature Prize des Institut du Monde Arabe 2020 in Paris. Er lebt in Österreich als aktueller Stadtschreiber von Graz.

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Asya Djoulait

Asya Djoulaït ist Lehrerin in der Nähe von Paris. Sie ist Preisträgerin des Prix du Jeune Écrivain und hat ihren Debütroman, Noire précieuse (2020), veröffentlicht, der beim Festival du Premier Roman ausgezeichnet wurde.

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© Cynthia_Ayeza

Novuyo Rosa Tshuma

Boston

Novuyo Rosa Tshuma, in Simbabwe geboren, lebt in Boston (USA) und lehrt dort am Emerson College Kreatives Schreiben. Ihr Debütroman Haus aus Stein gewann 2019 den Edward Stanford Travel Writing Award und den Bulawayo Arts Award for Outstanding Fiction und stand für zahlreiche internationale Preise auf der Shortlist.

2017 erhielt sie für ihre Arbeit den renommierten Bellagio Center Literary Arts Residency Award der Rockefeller Foundation. 2020 wurde sie mit dem Lannan Foundation Fellowship ausgezeichnet. Sie unterrichtete u.a. an den Universitäten in Oxford und New York, sowie beim University of Iowa Writers' Workshop in Houston, und in Indonesien und Nigeria im Rahmen des Purple Hibiscus Trust Creative Writing Workshop von Chimamanda Ngozi Adichie. Sie rief außerdem den Kwantuthu Writers' Workshop in Bulawayo, Simbabwe, ins Leben.

Ihr Schreiben ist vielseitig, unersättlich und wissbegierig. Ihre Novellen und Kurzgeschichten sind u.a. bei McSweeney’s und in Anthologien wie New Daughters of Africa erschienen.

Sie ist Mitbegründerin und ehemalige stellvertretende Herausgeberin der panafrikanischen Kunstplattform Jalada und leitete das Redaktionsteam der ersten gedruckten Anthologie. Tshuma ist außerdem Herausgeberin der Anthologie I am Nala (Nala Feminist Collective, 2022). Im Herbst 2023 erscheint ihr neuer Roman „Digging Stars“ bei W.W.Norton in den USA.

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© Jörg Gruber

Mohamedou Ould Slahi

Mohamedou Ould Slahi Houbeini (Arabisch: محمدو ولد الصلاحي) wurde 1970 in Rosso, Mauretanien als Sohn eines Kamelhirten geboren. Als 18-Jähriger kam er mit einem Stipendium nach Deutschland, um an der Elektrotechnik zu studieren. Er reiste er nach Afghanistan, um in einem Al-Qaida-Camp ausgebildet zu werden, sagte sich aber zwei Monate später los und gibt seither an, keine Verbindungen mehr zu haben. Nach dem 11. September wurde er dennoch immer wieder verhört und beschuldigt. 2001 einführte ihn der US-amerikanische Geheimdienst. Slahi Houbeini saß daraufhin 15 Jahre lang ohne Anklage im Gefangenenlager Guantánamo Bay, wo er gefoltert und misshandelt wurde. Eine Beteiligung an terroristischen Anschlägen wird von den Behörden in den USA inzwischen ausgeschlossen. Es konnten nie Beweise vorgelegt werden.

Während seiner Inhaftierung schrieb Slahi Houbeini insgesamt vier Bücher; Teile davon wurden beschlagnahmt. Seine Memoiren „Das Guantanamo Tagebuch“ wurden ein internationaler Bestseller und mit Jodie Foster und Tahar Rahim in den Hauptrollen verfilmt. Der Mauretanier ist ein Film, der fassungslos macht. Zugleich ist es aber auch die Erzählung von der Widerstandskraft eines Menschen, der unter entsetzlichsten Umständen inhaftiert war und trotz allem seine Fähigkeit zur Lebensfreude bewahrt hat.

„Die wahre Geschichte von Ahmed und Zarga“ ist Slahi Houbeinis erster Roman.

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Dieudonné Niangouna

Dieudonné Niangouna wurde 1976 in Brazzaville in der Republik Kongo geboren. Er ist Dramaturg, Romancier und Dichter und hat zahlreiche Theaterstücke, zwei Romane sowie einen Gedichtband auf Französisch veröffentlicht. Außerdem ist er Schauspieler und Regisseur sowie künstlerischer Leiter der französisch-kongolesischen Compagnie Les Bruit de la Rue und Mitbegründer des Internationalen Theaterfestivals in Brazzaville „Mantsina sur Scène“, welches er von 2003 bis 2015 leitete. 2018 wurde sein Stück „Phantôme“ am Berliner Ensemble aufgeführt. Für sein Gesamtwerk wurde Niangouna 2021 mit dem Jungen Theaterpreis Béatrix Dussane-André Roussin der Académie française ausgezeichnet.

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Über uns

InterKontinental ist ein unabhängiger Verlag in Berlin, fokussiert auf afrikanische und afrodiasporische Literatur. Der InterKontinental Verlag ergänzt die seit 2018 bestehende gleichnamige Buchhandlung und den Verein zur Förderung afrikanischer Literatur. In unserem Verlagsprogramm präsentieren wir internationale Stars und solche, die es noch werden. 2023 wurden wir mit dem Berliner Verlagspreis ausgezeichnet.

Unabhängig. Vielfältig. Nachhaltig.

Berliner Verlagspreis 2023


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InterKontinental ist die erste Buchhandlung spezialisiert auf afrikanische und afrodiasporische Literatur in Deutschland. Seit 2018 bieten wir mitten im lebendigen Kiez der Sonntagstraße in Berlin-Friedrichshain die neueste Auswahl Belletristik (deutsch, englisch und französisch), Sachbücher zu Politik und Kultur, Kinder- und Jugendbücher sowie Klassiker der Weltliteratur.

2023 und 2021 wurden wir mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet.

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Einmal im Jahr veranstaltet InterKontinental e.V. das African Book Festival in Berlin, das die bekanntesten afrikanischen und afro-diasporischen Autor*innen und Künstler*innen in die deutsche Hauptstadt bringt und die vielen lebendigen Stimmen einer afrikanischen Literaturszene feiert. Alle Projekte des Vereins werden inhaltlich von afrikanischer Seite her gestaltet, weshalb jährlich der/die Festival-Kurator*in und damit auch der inhaltliche Schwerpunkt wechselt.

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